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Gernika und Deutschland. Geschichte einer Versöhnung
Michael Kasper

Colección Red Gernika, 3
Bilbao, Bakeaz/Gernika Gogoratuz, 1998
108 páginas
215 x 140 mm
PVP: 7,21 euros (IVA incluido)
ISBN: 84-88949-26-X
Temas: Cultura de paz
Referencia: RG03

Am 26. April 1937 bombardierte die deutsche Legion Condor die heilige Stadt der Basken Gernika. Die Deutschen kämpften im Spanischen Bürgerkrieg auf seiten der aufständischen Militärs gegen die demokratisch gewählte Republik und sammelten auf diese Weise erste Erfahrungen im Luftkrieg. Im dreieinhalbstündigen Bombenhagel starben hunderte von Menschen. Es handelte sich um den ersten ungehemmten Luftangriff gegen eine ungeschützte Stadt und ihre Zivilbevölkerung. Picasso verewigte dieses Grauen in seinem Gemälde Guernica.
Das deutsche Verbrechen blieb ungesühnt, bis am 27. April 1997 -genau sechzig Jahre und einen Tag nach der Bombardierung- der deutsche Bundespräsident Roman Herzog öffentlich in Gernika einen Brief an die überlebenden Zeitzeugen der Bombardierung verlesen ließ und darin um Verzeihung bat. Die Worte des Bundespräsidenten waren der versöhnliche Abschluß von fast zwei Jahrzehnten währenden Bemühungen um eine deutsche Geste der Versöhnung für das 1937 begangene Verbrechen. Höhepunkte dieser Geschichte waren der Kniefall von Petra Kelly und Gert Bastian vor dem heiligen Baum von Gernika im Jahr 1987 und die 1989 geschlossene Partnerschaft zwischen Gernika und Pforzheim. Ebenso wie von Erfolgen waren diese Jahre aber auch von der bitteren Erfahrung gekennzeichnet, daß deutsche Politiker und Institutionen oftmals keinerlei Interesse am Schicksal Gernikas zeigten und gegebene Versprechen nicht einhielten, die auf deutsche Initiative hin geleistet wurden.


Michael Kasper ist Historiker, stammt aus Deutschland und lebt in Gernika. Seine Lehrtätigkeit an der Universität Deusto in Bilbao und am Goethe-Institut in Gernika verbindet er mit Journalismus und historischer Forschung. Seine bisherigen Veröffentlichungen betreffen den Pilgerweg nach Santiago de Compostela, Guerrillabewegungen und Volksaufstände des 18. und 19. Jahrhunderts im Baskenland sowie die erste Baskische Geschichte in deutscher Sprache.


Inhalt

Vorstellung von Gernika Gogoratuz
Vorwort des Bürgermeisters von Gernika-Lumo
Einführung
I. Versöhnung
II. Die Wiedergutmachung der NS-Verbrechen
III. Die deutsche Vergangenheitsbewältigung
IV. Die Comisión Gernika
V. Petra Kelly und das Friedensforschungszentrum
VI. Die Bundeswehr und Picassos Guernica
VII. Die Partnerschaft zwischen Gernika und Pforzheim
VIII. Das Projekt Gernika
IX. Die Initiative Gegen das Vergessen
X. Gernika Gogoratuz und die Botschaft des Bundespräsidenten
XI. Schlußwort
Anmerkungen
Auswahlbibliographie



 
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